PRESSE

INTERVIEW IM EMPIRE - MAGAZIN FÜR ANSPRUCHSVOLLE ROCKMUSIK

MUSICAMPUS
  
JohnRose hat sein aktuelles Album The Key veröffentlicht.
Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde und war in mehrfacher Hinsicht überrascht.
Erstmal war es die musikalische Qualität und Vielfalt, die mich wie eine Lawine überrollte. Nicht eine Sekunde kam Langeweile auf oder hatte ich das Gefühl, es gäbe unnütze Wiederholungen.
Am nachdrücklichsten hat mich allerdings die Stimme von John Rose angesprochen.
Seine Stimme ist sehr individuell und Herrschaftszeiten, klingt die Stimme jung! Und genauso jung ist auch seine Musik, die einfach alles hat, was gute Songs brauchen: Abwechslung, Melodie, Harmonien und eben eine einprägsame Stimme.


Radar  


JohnRose macht sich mit diesem Album auf, den Fantasy-Rock im "Music from the elder"-Stil aufzugreifen. Er scheint von der Muse geküsst oder von der zerklüfteten, ungebändigten und wilden Schönheiten in der Natur inspiriert und versucht mit Poesie, Melancholie und Dramaturgie eine märchenhafte Geschichte lautzumalen. Insofern agiert JohnRose als moderner Troubadour, der die Fülle an Möglichkeiten als Storyteller mit Saxofon verstärkten Einlagen in "Soil, Air, Sun and Rain", das an Mike Oldfield klingende "Dream on" oder das feenhafte von Victoria Wydymanski intonierte "Woman in wintertime" kontrastreich nutzt. Melancholische Traumklänge und Sanftheit wechseln sich mit heavy Riffs und soften Tönen ab, sodass "The Key" kein eindeutiges Heavy oder Prog Rock-Album ist, sondern vielmehr ein Fantasy-Symphony-Rock-Album, eine Odyssee durch das "Meer des Lebens", dass es  sich lohnt, in die vielfältig ausgeschmückte Klanglandschaft einzutauchen.

 

SOUNDCHECKER
 
JohnRose hat offenbar den Schlüssel gefunden und mit seinem Album The Key ein hochinteressantes Album auf die Beine gestellt hat. Schon der Opener Soil,air, sun and rain fasziniert durch ein Saxofonsolo, wie man es so seit den guten alten 1980er Jahren nicht mehr hören durfte. Mit Awaiting einer Uptempo Nummer oder einer an den Progrock von Rush oder gar Dream Theater erinnernden Sing me to, Raven, punktet JohnRose.
Eine musikalische Reise von Steven Wilson bis Mike Oldfield und das im Sound von heute. Potenzial und Zukunftsaussichten sind hier hervorragend.


Cityguide Rhein-Neckar

 

Was die kompositorische Tiefe und die Vielseitigkeit der Kompositionen auf „The Key“ betrifft, kann JohnRose mit den ganz Großen mithalten. Man lausche nur mal „Dream On“, „Woman In Wintertime“ oder dem tollen „Sing To Me, Raven“.
JOHNROSE dürfte den Progheads hierzulande eher ein Buch mit mindestens sieben Siegeln sein. Und das ist wahrlich schade, denn zwischen Steve Wilson und Gazpacho ist er genau dort unterwegs, wo sich auch deren Musiker tummeln: Irgendwo zwischen Prog-und Artrock. - da steckt unglaublich viel Potential drin.

 

Cute and dangerous

 

Es ist nicht ganz einfach den Sound von JohnRose beschreiben. Er schwebt irgendwo in den 70er Jahren und hat viel von Fairport Convention, Winds in the willow, aber auch Züge moderner Rockkompositionen. JohnRose hat eine Reise durch die verschiedenen Stile der Progressive-Zeit vorzuweisen und das macht er sehr gut. Besonders beindruckend sind die ständigen Überraschungen, die fast bei jedem Song aufwarten und dem Album eine sehr ausgereifte Note geben. Unbedingt mal lauschen, es lohnt sich!


BetreutesProggen

 

Wieder ein neues und bislang eher unbekanntes Gesicht in der schnelllebigen Prog-Rock-Landschaft. Wobei der Begriff neu bei JohnRose natürlich zu relativieren ist, denn als live Musiker hat er sich lokal bereits u.a. mit der Rockband Floor 6 einen gewissen Ruf erarbeitet. Fetzige Rockmusik, Cover-Versionen oder druckvolle Balladen stehen bei dieser Formation im Vordergrund. 
Die Wurzeln seines Schaffens sind deutlich in der Musik der Siebziger zu finden .Mit „The Key“ wird JohnRose die Freunde der sanft, harmonischen Melodie ganz bestimmt erfreuen können. „The Key“ ist ein Album ohne Hektik und provozierende Zwischentöne, ganz nach dem Motto, das Leben kann auch anders. 15 Tracks, die zum Träumen und Entspannen einladen. 

 

Legacy

 

Die Zeit seit „Behind the Gates“ vor fünf Jahren nutzte JohnRose um an seinen Qualitäten als Liedermacher zu feilen. Er schreibt nach wie vor smarte Texte (die er ruhig im Booklet der CD hätte abdrucken dürfen) und ist als Sänger gereift; 15 Stücke wären nicht notwendig gewesen, um den positiven Eindruck zu unterstreichen, den die Schlüsselnummern „Dream on“ (neuere Marillion lassen grüßen), „This is the death for me“ (hier denkt man an Simple Minds zu Beginn der 1990er) und „Riding on a satellite“ (Bryan Adams trifft auf Arena) hinterlassen.

Jochen König

 

Mit „The Key“ verdingt sich unter dem alias JOHNROSE als Schlüsselmeister. Es ist ein warmer, freundlicher Melodic-Rock mit leichter Prog-Schlagseite. 
Gesanglich erinnert Roses gekonnter Vortrag an Yogi Lang, was sich scheinbar ebenfalls auf die Musik überträgt, denn da ist vieles dabei, was an RPWL, oder eher noch den Vorgänger VIOLET DISTRICT, im Proberaum gemahnt. Ganz explizit bei „Non Returning Day“ und beim Titellied, zumindest bis in der weiteren Abfolge gekonnt mit Folk geliebäugelt wird. Hier wird Rose, wie bereits bei „Woman In Wintertime“ von Victoria Wydmanski gesanglich begleitet, was die beiden Stücke zu Höhepunkten des Albums macht. Auch das Saxophon beim Opener kommt gut. Bei der wehmütigen, vom Piano und filigraner Gitarre getragenen „Masquerade“ kann man schon mal ein Tränchen verdrücken.

 

Ansonsten gibt es noch Songs, in denen Streicher ein sattes Fundament legen (das starke „Desire“), die an die besseren Kinderlieder von Paul McCartney erinnern („Part Of Me“) oder an FOOLS GARDEN, die so tun als wären sie die BEATLES. Das kommt stets charmant rüber. Der Bonustrack „Meer des Lebens“, als einziger mit deutschen Lyrics, ist fast eine Hommage an Bands wie STERN COMBO MEISSEN (früh), LIFT und NOVALIS in wohlsortierten Zeiten. für die gerne Tasteninstrumente eingesetzt werden, beherrscht Rose.
FAZIT: JOHNROSEs „neues Album [ist] nichts für Menschen mit niedriger Aufmerksamkeitsspanne“, behauptet der Beipackzettel und hat Recht. Die Musik von JOHNROSE ist gemütvoll, verspielt und sehr melodiös. Warum in diesen Zeiten der Hetze und Aufgeregtheiten nicht mal an das Gute im Menschen glauben?

 

Harald Schmidt 
 
JohnRose machte 2011 mit seinem Prog-Konzept-Doppelalbum „Ride The Raven“ von sich reden. Sein 2019er-Album The Key hat sich hiervon sicher ein gutes Stück entfernt. Aber nichtsdestotrotz ist es ein geschmackvolles und anspruchsvolles Rock-Album geworden
Der Mix aus klassischen Rock-Sounds, Singer-Songwriter Folk und einem gewissen Hang zu vielschichtigen Arrangements ist ehrliche Rockmusik mit Tiefgang. in seiner Helligkeit erinnert der Gesang in einzelnen Songs gar ein wenig an RPWL oder gar die Pet Shop Boys. Wer neben all seinen Progheimern auch gerne mal Ray Wilsons vielseitige Solo-Alben hört und auf handgemachte, geschmackvolle Rockmusik steht, der sollte JohnRose und The Key einfach mal antesten.

 

Music Newsletter

 

Eine Stimme, die ich sofort in die Schublade „Art Rock“ hineinstecken möchte und nach 20 Sekunden werde ich bestätigt. JohnRose muss sich irgendwann in seiner Jugend mit der Musik von „Marillion“ „Alan Parsons“ oder „Greg Lake“ beschallt haben muss. Anspieltipps: „Sing to me, raven“, das  das medieval-kuschelrockige „Follow me“, „This ist he dead for me“ und das hitverdächtige, an die besten Klassiker von „R.E.O. Speedwagon erinnernde „Riding on a satellite“.

Eines der besten Stücke hat sich der deutsche Musiker für das Finale aufgehoben: Der (einzige deutschsprachige gesungene) Bonus Track „Meer des Lebens“ gefällt mit betörenden Satzgesängen und starkem Gitarrenarrangement.

Empire

 

Bei der Musik von JohnRose ist eine erstaunliche Weiterentwicklung von Album zu Album festzustellen. Besonders Balladen wie Woman in Wintertime oder The Key, bei denen sich Rösgen den Gesang mit Viktoria Wydymanski teilt, gehen sofort ins Ohr.

JohnRose erweist sich als begabter Multiinstrumentalist und Produzent, der seine vielen Jobs auf dem Album sehr gut erledigt. Ob poppiger Singer-Songwriter bei Part of me oder Heavy-Rocker im kurzen Desire, das Portfolio, das auf dem Album präsentiert wird, ist weit gefächert. Die beiden balladesken Kompositionen, die das Album beschließen, Non Returning day und Masquerade, sind Paradebeispiele für das Feeling von JohnRose für emotionale Melodien und fesselnde Arrangements.

Stimmlich kann er auf The Key jederzeit überzeugen. Seine Stimme ist sehr angenehm und variabel.

Der Bonustrack Meer des Lebens zeigt eine weitere Facette des vielseitigen Komponisten, denn seine eindringlichen Songs funktionieren auch auf Deutsch. Ich mag Überraschungen, und die Entdeckung von JohnRose war für mich auf jeden Fall eine der positiven Neuentdeckungen des Jahres 2019. Eine schöne Eigenproduktion, die Lust auf mehr macht.